Galerie für Gegenwartskunst

Friedrich-Engels-Straße 37  |  16816 Neuruppin

Der Standort

Mit Theodor Fontane, Ferdinand Möhring und Karl Friedrich Schinkel brachte die Stadt Neuruppin weithin bekannte Künstler verschiedener Kunstsparten hervor, mit denen sie seither ein Profil als Kulturstadt erworben hat. Für die deutsche Kulturgeschichte ebenfalls hoch bedeutsam waren die "Neuruppiner Bilderbogen", die seit dem 18. Jahrhundert breiten Schichten des Volkes erstmals den Erwerb figürlicher Darstellungen ermöglichten. In der Gegenwart ist Neuruppin geprägt von einer seltenen Balance zwischen schöner Natur, die auch von Touristen geschätzt wird, und einem besonderen kulturellen Profil, das auch in der Nähe von Berlin bestehen kann.

Den richtigen Ort für seine Kunstausstellungen fand der Galerist Johannes Bunk in einem Gebäude, in dem sich zweihundert Jahre Neuruppiner Baugeschichte spiegeln. Im Kern ein Fachwerkbau des 18. Jahrhunderts, wurde es nach dem Stadtbrand 1787 mit Gewerberäumen ausgestattet, in denen heute die Galerie zu Hause ist. Die ältere Geschichte des Baus zeigt sich unter anderem in der Fachwerkbauweise, einem gewölbten Keller und dem Treppenhaus, dessen Stufen und Geländer aus dem 18. Jahrhundert stammen. Somit ergibt sich heute eine reizvolle Spannung zwischen der aktuellen Kunst und der sichtbaren Geschichte des Gebäudes.

Foto: Hausansicht um 1920
Hausansicht um 1920
(Bildquelle: Museum Neuruppin)
Gefunden in "Neuruppin - In alten Alben
geblättert", Edition Rieger 2008